Erdogan

Lange konnte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan damit rühmen, dass er das Land wirtschaftlich vorangebracht hat. Die Entwicklung in seiner Regierungszeit ist in der Tat beeindruckend. Als er 2003 erstmals Ministerpräsident wurde, lag das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf bei 4.700 US-Dollar. Heute hat es sich mehr als verdoppelt und liegt bei über 10.000 Dollar.

Doch seit einiger Zeit läuft die Wirtschaft nicht mehr so rund. Die Inflation steigt an, besonders Grundnahrungsmittel wie Auberginen und Zwiebeln sind zuletzt teurer geworden. Der Unmut in der Bevölkerung wächst. Nun will Erdogan reagieren. Doch sein Vorhaben lässt Wirtschaftsexperten die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Eine Schlüsselrolle in Erdogans Wirtschaftsstrategie spielt die türkische Notenbank. Da deren bisheriger Chef den Kurs des Präsidenten offenbar unterstützt hatte, handelte Erdogan: Er entließ Notenbankchef Murat Cetinkaya.

Experten haben große Zweifel an Erdogans Kurs

Laut der türkischen Zeitung „Hürriyet“ soll Erdogan folgendes gesagt haben: „Wir haben gesagt, wenn die Zinsen sinken, sinkt auch die Inflation. Er hat aber das Nötige nicht getan.“ Gemeint war Cetinkaya.

Dass dies so ist, daran zweifeln mehrere Wirtschaftsexperten, wie die „Welt“ berichtet. Sören Hettler, Währungsexperte bei der DZ Bank sagte der Zeitung: „Der Präsident sieht in hohen Zinsen die Ursache für die hohe Inflation im Land, …read more


Source:: Businessinsider – Trending

      

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