Luwische Hieroglyphen

Ein trojanischer Prinz, ein Eindringling und eine mächtige, mysteriöse Zivilisation, die nur unter dem Namen „Seevölker“ bekannt ist. Was wie eine neue, aufregende Fantasy-Serie klingt, ist tatsächlich die Übersetzung einer 3.200 Jahre alten Hieroglypheninschrift.

Schon seit Jahrhunderten rätseln Forscher, warum vor 3.200 Jahren innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Imperien und Hochkulturen im öst­li­chen Mit­tel­meer­raum untergegangen sind. Die Steinplatte mit der Inschrift wurde zwar schon im Jahr 1878 in der heutigen Zentraltürkei entdeckt, doch Archäologen und Linguisten haben mehr als hundert Jahre gebraucht, um den Text zu entziffern, der in der vorzeitlichen Sprache Luwisch verfasst ist.

Diese Woche wurde bekanntgegeben, dass die Übersetzung endlich gelungen ist. Fred Woudhuizen, Übersetzer des Luwischen, und Eberhard Zangger, Geoarchäologe und Präsident des Stiftungsrats der internationalen gemeinnützigen Stiftung Luwian Studies, werden ihre Studie im Dezember im Fachjournal „Proceedings of the Dutch Archeological and Historical Society“ veröffentlichen.

Das Ende der Bronzezeit

Die 29 Meter lange Platte soll die Ereignisse am Ende der Bronzezeit im östlichen Mittelmeerraum beschreiben. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Schriftzeichen die Eroberungsfeldzüge von Großkönig von Mira, einem Vasallenstaat in Anatolien, erzählen — die schlussendlich einen Mas­sen­kol­laps auslösten.

Die Inschrift beschreibt …read more


Source:: Businessinsider – Trending

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